Brandanschlag auf Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten

Brandanschlag auf Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten

Stand: 04.01.2026 16:00 Uhr

Das private Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Büttner ist Ziel eines mutmaßlichen Brandanschlags geworden. An einem Gebäude wurde ein Hamas-Symbol angebracht. Der Staatsschutz ermittelt.

Gegen den Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, ist erneut ein Anschlag verübt worden. An einem Schuppen auf seinem Privatgrundstück in Templin wurde Feuer gelegt, nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein.
 
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Im August 2024 war bereits ein Anschlag auf das Privatauto von Büttner verübt worden.

Woidke und Wilke empört

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister René Wilke (beide SPD) verurteilten den Angriff am Sonntag scharf. Woidke erklärte in Potsdam, Extremismus in jedweder Form dürfe in Brandenburg keinen Platz haben. “Gewalt gegen Personen oder Dinge ist und bleibt absolut inakzeptabel”, betonte der Ministerpräsident: “Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, und ich hoffe, dass der oder die Täter schnell gefasst werden.”
 
Wilke erklärte, Andreas Büttner leiste als Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus des Landes Brandenburg “einen besonderen Dienst am Land und seinen Menschen”. Dass ihn sein Eintreten gegen Extremismus und Hass selbst zur Zielscheibe von Gewalt mache, sei “verachtenswert”, betonte Wilke: “Wir werden Herrn Büttner weiter zur Seite stehen.” Es sei ein Glücksfall, dass bei dem Angriff niemand verletzt worden sei.

Büttner will sich nicht einschüchtern lassen

Büttner schrieb am Sonntag auf X, dass er und seine Familie sich zum Zeitpunkt des Brandanschlags im Haus aufgehalten hätten und dieser eine massive Eskalation darstelle. “Er richtet sich gegen mich persönlich, gegen meine Familie und gegen mein Zuhause.”
 
Gleichzeitig betonte er, dass er sich durch Gewalt, Brandstiftung und Bedrohung nicht einschüchtern lasse: “Solche Taten führen nicht dazu, dass ich leiser werde oder meinen Einsatz infrage stelle – sie bestärken mich in dem, was ich tue”, so Büttner weiter.

Sendung: rbb24 Inforadio, 04.01.2026, 14:30 Uhr

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