Russland hat in der Nacht einen wichtigen ukrainischen Donau-Hafen attackiert. Die Ukraine setzte ihre Drohnenangriffe auf Ziele in der Region rund um Moskau fort.
Russland hat in der vergangenen Nacht den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei wurden nach Angaben örtlicher Behörden Hafenanlagen beschädigt. Fast alle eingesetzten Flugkörper seien abgefangen worden. Opfer habe es nicht gegeben.
In der nordöstlichen Stadt Charkiw werden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow zwei Menschen unter den Trümmern eines durch eine Drohne zerstörten Gebäudes vermutet. Zwei weitere Menschen seien gerettet worden. Auch aus den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw und Saporischschja wurden Angriffe gemeldet.
Laut ukrainischer Luftwaffe griff Russland habe über Nacht mit 209 Drohnen verschiedener Typen an. Davon seien 180 abgefangen worden.
Ukraine greift Region um Moskau an
Die Ukraine setzte ihrerseits ihre Drohnenangriffe auf Russland fort. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau.
In der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau brach dem Gouverneur zufolge ein Feuer in einer Industrieanlage aus. Dort befinden sich Anlagen zur Erdölverarbeitung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, die russische Raffineriekapazität sei in den vergangenen Monaten um zehn Prozent gesunken.
Russische Behörden meldeten zudem weitere ukrainische Angriffe auf Moskau, die an die Ukraine grenzende Region Kursk sowie Rostow und andere zentralrussische Gebiete. In Kursk sei ein Mensch ums Leben gekommen.

