Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein

Bundesregierung bestellt russischen Botschafter ein

Stand: 20.04.2026 • 18:46 Uhr

Weil Deutschland mehr Drohnen an die Ukraine liefern will, hatte Moskau deutschen Rüstungsfirmen gedroht. Nun zog das Auswärtige Amt in Berlin Konsequenzen und bestellte den russischen Botschafter ein.

Das Auswärtige Amt hat angesichts von Drohungen aus Moskau gegen in Deutschland ansässige Rüstungsfirmen den russischen Botschafter Sergej Netschajew einbestellt.

“Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel”, schrieb das Außenministerium auf X. Direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland seien “ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen”.

Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.

Russland veröffentlicht Firmenadressen

Auslöser für diese Entscheidung war, dass das russische Verteidigungsministerium in der vergangenen Woche Adressen von in Deutschland ansässigen Rüstungsfirmen veröffentlicht hatte – als Reaktion auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Rahmen deutsch-ukrainischer Regierungskonsultationen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine “strategische Partnerschaft” vereinbart, die auch militärische Komponenten beinhaltet.

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