Copernicus-Bericht 2025: Klimawandel macht Europa weiterhin zu schaffen

Copernicus-Bericht 2025: Klimawandel macht Europa weiterhin zu schaffen

Stand: 29.04.2026 • 04:00 Uhr

Temperaturrekorde, mehr Extremwetter und großflächige Waldbrände: Der Copernicus-Klimabericht 2025 meldet für Europa viele Negativrekorde. Gleichzeitig wachsen die Erneuerbaren – mit einem Rekordwert für Solarenergie.

Kathrin Schmid

Das starke Aufheizen betrifft ganz Europa – beinahe ohne Ausnahme. In 95 Prozent der Regionen des europäischen Kontinents war die Jahrestemperatur überdurchschnittlich hoch, so die zentrale Botschaft des Copernicus-Klimaberichts 2025. Auch die Folgen des Klimawandels verstärken sich demnach derzeit besonders schnell. Das heißt konkret: Die Rekord-Hitzewellen genauso wie extreme Stürme und Hochwasser nehmen zu und machen Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen.

Meeresoberfläche heiß wie nie

Dazu wurden laut der Copernicus-Forscher einige neue Rekordmarken erreicht: Die Temperatur auf den Meeresoberflächen in Europa war die Höchste, die je gemessen wurde. 96 Prozent der Region erlebten mindestens starke, marine Hitzewellen. Waldbrände zerstörten europaweit mehr als eine Million Hektar – die bislang größte Fläche überhaupt. Und dazu kommt: Die Flusspegel lagen beinahe das gesamte Jahr unter dem Durchschnitt.

Solarenergie erreicht neuen Rekordanteil

Europa ist damit der sich am schnellsten erwärmende Kontinent und die Auswirkungen sind bereits gravierend – so fasst es Florian Pappenberger, der Generaldirektor des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage, zusammen. Deshalb enthalte der Bericht umsetzbare Erkenntnisse, um politische Entscheidungen zu unterstützen.

Der Bericht ist die umfassendste Studie für Europa und fasst die Arbeit von rund 100 Mitwirkenden zusammen. Daraus ergibt sich auch dieser Trend: Die Erneuerbaren Energien haben im vergangenen Jahr gut 46 Prozent des europäischen Strombedarfs gedeckt. Die Solarenergie erreichte mit 12,5 Prozent sogar einen neuen Rekordanteil.

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