Cyberangriff auf die Bahn: BSI geht nicht von weiteren Auswirkungen aus

Cyberangriff auf die Bahn: BSI geht nicht von weiteren Auswirkungen aus

Stand: 19.02.2026 10:40 Uhr

Nach dem Cyberangriff auf die Bahn ist noch unklar, wer dafür verantwortlich ist. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt es keine weiteren Auswirkungen.

Wer hinter dem Cyberangriff auf die Bahn steckt, ist noch unklar – von dem Angriff waren Auskunfts- und Buchungssysteme am Dienstag und Mittwoch betroffen. Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat der Cyberangriff keine weiteren Auswirkungen. Die Präsidentin des BSI, Claudia Plattner, sagte im rbb24 Inforadio, die Situation scheine überwunden, “wobei natürlich jederzeit wieder eine neue Welle kommen kann”. Sie betonte, dass es bei der Attacke nicht um Kundendaten gegangen sei.

Was ist eine DDoS-Atacke?

Die Abkürzung DDoS steht für “Distributed Denial-of-Service” (auf Deutsch: “verteilte Dienstverweigerung”). Bei einer DDoS-Attacke schicken Tausende Geräte gleichzeitig so viele Anfragen an eine Website, dass diese überlastet ist und schlimmstenfalls abstürzt.

Für die Nutzer sieht das dann so aus, als sei die Seite offline, obwohl sie technisch nicht zerstört wurde. Ziel solcher Angriffe ist es meist, Unternehmen oder Behörden zu erpressen, zu sabotieren oder politisch unter Druck zu setzen.

Die Bahn hatte am Dienstagnachmittag erstmals über die Störungen der Auskunfts- und Buchungssysteme auf der Website und in der Navigator-App informiert. Am Abend hieß es dann, die Systeme liefen wieder weitgehend stabil. Am Mittwochmorgen kam es erneut zu Problemen, später nannte der Konzern einen Cyberangriff als Ursache. Es habe sich um eine sogenannte DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) gehandelt. Eine DDoS-Attacke ist eine digitale Überlastungsattacke. Plattner zufolge wollen Angreifer mit solchen Attacken ein Gefühl der Unsicherheit erzeugen.

Weiter sagte Plattner, seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hätten derartige Attacken zugenommen. Ob Russland hinter diesem konkreten Angriff steckt, sei aber völlig unklar.

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