Rund 2.600 Hektar Wald sind im vergangenen Jahr in Deutschland verbrannt – das sind etwa 3.676 Fußballfelder. Es gab mehr als doppelt so viele Waldbrände wie im Jahr zuvor. Grund war das besonders trockene Frühjahr.
In Deutschlands Wäldern hat es zuletzt wieder deutlich mehr gebrannt. Die Zahl der registrierten Waldbrände lag im vergangenen Jahr mit 1.175 mehr als doppelt so hoch wie im niederschlagsreichen Jahr 2024, wie aus der Waldbrandstatistik des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft hervorgeht.
Grund dafür ist demnach das besonders trockene Frühjahr 2025; so wurden schon im April 233 Brände verzeichnet, gefolgt von jeweils über 200 Bränden in den Monaten Mai und Juni, sowie 200 und 147 Bränden im Juli und August.
Die gesamte verbrannte Waldfläche betrug 2.626 Hektar, das entspricht in etwa der Größe der Nordseeinsel Norderney – oder 3.676 Fußballfeldern. Damit liegt die verbrannte Fläche um ein Vielfaches über dem Mittelwert der vergangenen 35 Jahre von 844 Hektar.
Großbrand in Sachsen
Maßgeblich für den aktuellen Anstieg ist den Angaben zufolge der Großbrand in der sächsischen Gohrischheide Anfang Juli 2025, bei dem alleine rund 1.867 Hektar Wald verbrannten. Auch in dieser Woche hat es in dem Naturschutzgebiet an der Grenze zu Brandenburg bereits wieder gebrannt.
Bei knapp jedem fünften Brand gehen die Ermittler von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Über ein Viertel der Brände entstand durch fahrlässiges Verhalten, in den meisten Fällen durch Camper, Waldbesucher oder Kinder. In fast der Hälfte der Fälle ist die Brandursache noch unklar.