Wegen des Ebola-Ausbruchs in Kongo und Uganda hat die WHO eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Für Deutschland hat das laut Bundesgesundheitsministerin Warken keine Folgen. Das Risiko hierzulande sei “äußerst gering”.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht nach dem schweren Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und dem benachbarten Uganda derzeit keinen Handlungsbedarf in Deutschland. Das Risiko für die deutsche Bevölkerung in Deutschland sei “als äußerst gering einzuschätzen”, sagte die CDU-Politikerin im Bericht aus Berlin. In Deutschland seien derzeit “keine Vorkehrungen” nötig.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen eines tödlichen Ebola-Ausbruchs einen internationalen Gesundheitsalarm ausgerufen. Alle zehn Nachbarländer der Demokratischen Republik Kongo seien einem hohen Risiko ausgesetzt. Mit diesem Schritt will die UN-Behörde unter anderem die Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar.
“Es ist ein örtliches Geschehen”
Auch Warken erwartet keine Hochstufung zu einer Pandemie. “Es ist ein örtliches Geschehen. Es ist aus meiner Sicht nahezu ausgeschlossen, dass es jetzt noch weitere Warnstufen geben muss.”
Warken sagte weiter, Hilfsanfragen aus den betroffenen Ländern gebe es bislang nicht. Deutschland könne bei Bedarf mit etwa mobilen Laboren vor Ort unter anderem über das Robert Koch-Institut oder das Bernhard-Nocht-Institut unterstützen.
Ausbruch mit seltener Virus-Variante
Ebola wird nicht über die Luft, sondern durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Schon 2014 und 2019 rief die WHO wegen Ebola-Ausbrüchen in Afrika den internationalen Gesundheitsnotstand aus.
Beim aktuellen Ausbruch geht es um die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sprach zuletzt von 336 Verdachtsfällen und 88 Todesfällen – einen davon im angrenzenden Uganda.

