Stand: 28.06.2026 • 17:06 Uhr

In Deutschland ist den dritten Tag in Folge ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete einen vorläufigen Wert von 41,7 Grad im brandenburgischen Neißemünde-Coschen an der polnischen Grenze.

In Deutschland ist nach vorläufigen Angaben erneut eine neue Höchsttemperatur registriert worden: 41,7 Grad zeigte die Messstation im Ortsteil Coschen der brandenburgischen Gemeinde Neißemünde um 15:10 Uhr an, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage von tagesschau.de bestätigte. Eine so hohe Temperatur wie dort an der polnischen Grenze wurde in Deutschland noch nie zuvor gemessen.

Es ist bereits der dritte Tag in Folge, an dem eine neue Höchsttemperatur erfasst wurde. Am Freitag war ein erster Höchstwert mit 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach gemessen worden, gestern eine Temperatur von 41,5 Grad in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.

Der deutsche Wetterdienst spricht bisher noch nicht offiziell von Rekorden – denn die Werte sind vorläufig. “Eine Qualitätskontrolle dieser Messwerte ist noch nicht erfolgt und wird noch vorgenommen”, erklärte der Dienst. Die offizielle Bestätigung, ob es tatsächlich ein neuer Temperaturrekord ist, dürfte erst nach dem Wochenende vorliegen.

Wenn sich die Werte wie erwartet bestätigen, hatte der vorherige Hitzerekord für Deutschland sieben Jahre gehalten: 41,2 Grad Celsius wurden am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen gemessen.

Neuer Höchstwert auch in der Nacht

Höchstwerte werden aktuell nicht nur am Tag gemessen – auch in der vergangenen Nacht gab es einen neuen Temperaturrekord. In Kubschütz im ostsächsischen Kreis Bautzen sank das Thermometer in der vergangenen Nacht nicht unter 29,4 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Der vorherige Rekord lag bei nächtlichen 27,2 Grad Celsius, die im August 2003 in Weinbiet in Rheinland-Pfalz verzeichnet wurden.

Abkühlung am Montag

Dass im Laufe des Sonntags weitere Höchstwerte verzeichnet werden, ist möglich – mit der neuen Woche winkt dann aber Abkühlung. Die Hitzewelle sollte sich im Laufe des Sonntags nach Osten verschieben. Der DWD kündigte teils schwere Unwetter an. Im Tagesverlauf seien vor allem im Osten, vereinzelt aber auch im Westen und im Süden schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel möglich.

Auch für die Nacht zum Montag kündigte der DWD vor allem aus Westen und Südwesten über die Mitte hinweg bis in den Osten und Nordosten ziehende, teils schwere Gewitter an. Für den Montag waren dann niedrigere Temperaturen angesagt, bei Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, lokal im Osten und Südosten bis 32 Grad.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *