Die Stimmenauszählung war langwierig, das Ergebnis ist knapp. Im vierten Anlauf hat Keiko Fujimori die Präsidentenwahl in Peru gewonnen. Nur wenige Stimmen trennen sie vom Linkspolitiker Sánchez.
Die rechte Kandidatin Keiko Fujimori hat nach Abschluss der langwierigen Stimmenauszählung die Präsidentenwahl in Peru knapp gewonnen. Die 51-Jährige kam auf 50,13 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt des südamerikanischen Landes mitteilte. Die Stichwahl fand vor mehr als drei Wochen am 7. Juni statt.
Der Linkspolitiker Roberto Sánchez erhielt demnach 49,86 Prozent. Gerade einmal 49.641 Stimmen trennten die Kontrahenten in einem Land mit 27 Millionen Wahlberechtigten. Sánchez hatte zuvor angekündigt, die Wahlergebnisse nicht anzuerkennen.
Tochter des verurteilten Ex-Präsidenten Alberto Fujimori
Fujimori ist die Tochter des bereits verstorbenen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori. Ihr Vater wurde von seinen Anhängern dafür gefeiert, dass er die linken Rebellen der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad besiegte und die peruanische Wirtschaft stabilisierte.
Später wurde er jedoch wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und saß 16 Jahre im Gefängnis. Er starb 2024.
Hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und Migration
Die Politikerin der konservativen Partei Fuerza Popular kandidierte bereits zum vierten Mal für das Präsidentenamt. Fujimori hat angekündigt, hart gegen das Organisierte Verbrechen und irreguläre Migration vorgehen zu wollen. Außerdem plant sie, die Wirtschaft zu deregulieren.
Die politische Lage in dem Land mit rund 35 Millionen Einwohnern ist von einem ständigen Konflikt zwischen Parlament und Regierung geprägt. Der Kongress kann Präsidenten wegen “moralischer Unfähigkeit” des Amtes entheben. In den vergangenen zehn Jahren hatte Peru acht Präsidenten.