Stand: 28.06.2026 • 11:42 Uhr

Die Grünen drängen auf einen Aktionsplan gegen Hitze. Fraktionschefin Dröge warnt vor mehr lebensgefährlichen Hitzetagen. Helfen sollen auch Klimaanlagen in öffentlichen Einrichtungen.

Dietrich Karl Mäurer

Mehr Klimaanlagen, mehr Bäume und klare Hitzeschutzpläne: Mit diesen Maßnahmen will die Bundestagsfraktion der Grünen das Land besser gegen extreme Hitze rüsten. Fraktionschefin Katharina Dröge fordert dafür ein Abkühl‑Sofortprogramm des Bundes.

Am Rande eines kleinen Parteitages in Sassnitz in Mecklenburg-Vorpommern betonte sie den zentralen Punkt. Es gehe um den Schutz in öffentlichen Einrichtungen. “Das Wichtigste wäre, dass man alte Menschen und Kinder besser schützt mit Klimaanlagen – in Pflegeeinrichtungen, in Krankenhäusern, in Schulen.” Wenn dies in Kombination mit einer Solaranlage sei, kriege man den Strom auch noch günstig.

Der Bund soll ein Förderprogramm für solche Klima‑Solar‑Anlagen auflegen. Nach Dröges Vorstellung könnten dafür auch Mittel aus dem Sondervermögen genutzt werden.

Städte sollen kühler werden

Zudem drängt sie auf Veränderungen in den Städten: “Gleichzeitig müssen die Städte grundsätzlich kühler werden. Mehr Bäume in der Stadt, mehr Fassadenbegrünung.” Die französische Hauptstadt Paris habe das vorgemacht. “Das führt dazu, dass Städte runtergekühlt werden”, so Dröge.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert ein “Abkühl-Sofortprogramm” (Archivbild)

Pflanzen spendeten Schatten und senkten die Temperatur in dicht bebauten Vierteln. Außerdem fordert sie, dass der Bund Hitzeschutzpläne für die Kommunen verpflichtend macht. “Wenn ein so heißer Sommer da ist, dann müssen Menschen Informationen darüber haben, wo sind kühle Orte, vielleicht eine Bibliothek oder in großen Städten eine U-Bahn, wo es kälter ist.”

Dröge warnte, die Klimakrise werde in Zukunft mehr und häufigere Hitzetage bringen. Vor allem Städte heizten sich stark auf. Dort steige das Risiko für ältere Menschen und Kinder.

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