Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff von Argentinien nach Kap Verde hat es drei Tote gegeben. Laut WHO sind mindestens drei weitere Passagiere erkrankt. Sie untersucht den Vorfall.
Auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff im Atlantik sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Menschen mutmaßlich nach einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben. Weitere drei Personen seien infiziert, eine von ihnen werde in Südafrika intensivmedizinisch betreut, teilte die WHO in Genf auf der Plattform X mit.
Bisher wurde einer der drei Verstorbenen laut WHO positiv auf das Hantavirus getestet, die restlichen Infektionen gelten als Verdachtsfälle. Eine detaillierte epidemiologische Untersuchung sei im Gange.
Unterwegs von Argentinien nach Kap Verde
Nach Behördenangaben war das Schiff von Ushuaia im Süden Argentiniens nach Kap Verde unterwegs. Laut einem Bericht der BBC handelt es sich um das Schiff “Hondius”. Schifffahrtstracking-Portale zeigen, dass es vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, liegt.
Das Schiff des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions hat für 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder Platz.
Hantaviren können bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Meist werden sie durch Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist äußerst selten.

