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Die Regierung in Washington wartet auf eine Antwort Irans auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
11:55 Uhr
Bahrain: Festnahmen mit Verbindung zu Irans Revolutionsgarde
Bahrain hat nach eigenen Angaben 41 Personen festgenommen, die mit der iranischen Revolutionsgarde in Verbindung stehen sollen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur des Inselstaates im Persischen Golf berichtete, deckten die Sicherheitsbehörden eine entsprechende Gruppierung auf. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft umfassten zudem Fälle von Sympathiebekundungen für iranische Angriffe. Iran hatte im Zuge des Kriegs mit den USA Ziele in Bahrain und anderen arabischen Golfstaaten angegriffen, in denen die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte unterhalten.
11:53 Uhr
Satellitenbilder zeigen offenbar Ölteppich vor Charg
Im Persischen Golf ist vor der iranischen Öl-Insel Charg offenbar ein Ölteppich entdeckt worden. Dieser war auf Satellitenbildern zu erkennen, die am Freitag vom Conflict and Environment Observatory (CEOBS) veröffentlicht wurden. Nach Angaben der Organisation mit Sitz in Großbritannien handelt es sich um einen der größten Ölteppiche, die seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar im Golf entdeckt wurden. Die Ursache der Ölpest sei unbekannt.
Die “New York Times” berichtete unter Verweis auf Analysen der Satellitenaufnahmen durch das Unternehmen Orbital EOS, dass sich der Ölteppich am Donnerstag auf mehr als 50 Quadratkilometer erstreckte. CEOBS zufolge treibt er in Richtung Süden.
Die im Norden des Persischen Golfs gelegene Insel Charg ist der wichtigste iranische Ölterminal, über den normalerweise 90 Prozent des Rohöls aus dem Land umgeschlagen werden. Ende März hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, die Insel zu “vernichten”, sollte der Iran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigeben.
10:22 Uhr
Israel ruft zu Evakuierung von Dörfern im Südlibanon auf
Die israelische Armee hat die Einwohner von neun Dörfern und Ortschaften im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Ein Armeesprecher erklärte auf der Plattform X, die Menschen müssten ihre Häuser zu Ihrer eigenen Sicherheit verlassen und sich mindestens 1.000 Meter von den Dörfern und Ortschaften entfernt in offenes Gelände begeben.
Demnach besteht Lebensgefahr für Personen, die sich in der Nähe von Stützpunkten, Waffenlagern und Mitgliedern der Hisbollah-Miliz aufhalten. Die Armee begründete ihren Einsatz mit Verletzungen einer geltenden Waffenruhevereinbarung durch die Hisbollah-Miliz. Sie kündigte an, mit aller Härte vorgehen zu wollen. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
09:20 Uhr
Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Dazu sollen Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur gehören. Die Armee begründete den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon.
In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an. Die Armee wirft der Hisbollah vor, in den vergangenen Tagen mehrere Raketen auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben Israels derzeit nicht.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch Konfliktparteien können in der aktuellen Lage zum Teil nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
07:51 Uhr
Trump wartet auf Irans Antwort zu US-Vorschlag
Die Regierung in Washington wartet auf Teherans Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut Wall Street Journal bereits in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weiteren Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.
US-Präsident Donald Trump sagte am Freitagabend (Ortszeit) in Washington, seine Regierung erwarte noch am selben Abend eine Rückmeldung von Iran. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio gesagt, er erwarte die iranische Antwort und hoffe, dass es sich um ein ernsthaftes Angebot handeln werde. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA.
Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus.
06:53 Uhr
Katar ermahnt Kriegsparteien
Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen zwischen den USA und Iran hat Katar alle Kriegsparteien aufgerufen, sich auf Vermittlungsbemühungen einzulassen. Das habe Premierminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington betont, wie das katarische Außenministerium auf der Plattform X mitteilte. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, hieß es weiter.
06:51 Uhr
USA sanktionieren iranisches Drohnenprogramm
Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen zehn Personen und Unternehmen, darunter mehrere in China und Hongkong, wegen der Unterstützung des iranischen Militärs. Ihnen wird vorgeworfen, bei der Beschaffung von Waffen und Rohstoffen für den Bau von Schahed-Drohnen zu helfen.
Der Schritt erfolgt wenige Tage vor einer geplanten Reise von US-Präsident Donald Trump nach China zu einem Treffen mit Präsident Xi Jinping. Zugleich geraten die Bemühungen um ein Ende des Krieges mit Iran ins Stocken.
06:44 Uhr
Der Liveblog von Freitag zum Nachlesen
Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. Vor der iranischen Insel Charg erstreckt sich möglicherweise ein Ölteppich mit einem Ausmaß von etwa 45 Quadratkilometern.

