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Der Expertenrat für Klimafragen hat der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Die Bundesregierung muss das Ruder herumreißen. Künftige Generationen würden es ihr danken.
Gesundheit, Pflege, Rente, Steuern, Arbeitsmarkt – all das soll und muss reformiert werden. Deutschland braucht aber noch eine fundamentale Reform: eine Reform der Klimapolitik.
Die Zahlen des Expertenrats für Klimafragen sind deutlich. Ein ewiges “Weiter so!” wird für künftige Generationen und Regierungen extrem teuer.
Die Abwicklung des Heizungsgesetzes, die Abschwächung des Verbrenner-Aus auf EU-Ebene, das geplante Einfrieren des CO2-Preises – das alles zeigt in die genau falsche Richtung. Es braucht eine Regierung und einen Kanzler, der das Ruder herumreißt.
Mathematik, keine Ideologie
Friedrich Merz muss derzeit viel Kritik aushalten. Unzufriedene Unternehmer, buhende Gewerkschafter, Hasskommentare auf Social Media. Doch er steckt es ein. Er wirbt sachlich für seine Reformen, spricht vom Wohl unseres Gemeinwesens, von einer Zukunft mit gleichen Chancen für unsere Enkelkinder, nennt als Gründe für die Reformen Demografie und Mathematik.
Demografie und Mathematik sprechen auch für mehr Klimaschutz. Schon 2030 drohen beim aktuelle Klimakurs teure Sofortprogramme und hohe Kosten auf EU-Ebene. Die Entlastungen durch Renten- und Steuerreformen würden dann durch Versäumnisse beim Klimaschutz wieder aufgefressen. Auch das ist Mathematik. Keine Ideologie.
Friedrich Merz will seine Sozialstaats-Reformpläne trotz Buhrufen durchziehen. Das könnte er auch beim Klimaschutz tun. Von zukünftigen Generationen bekäme Merz dafür Applaus.
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