marktbericht
Die Märkte setzen weiter auf eine nahende Lösung im Konflikt zwischen USA und Iran. Der Handelsauftakt an der Frankfurter Börse verläuft eher ruhig.
An der Börse stehen die Zeichen weiter auf Entspannung. Nach den kräftigen Kursgewinnen vom Montag geht es allerdings deutlich ruhiger zu. Im frühen Handel legte der Deutsche Aktienindex (DAX) knapp 0,6 Prozent auf 24.441 Punkte zu. Er orientierte sich damit in Richtung des Hochs aus der Vorwoche, das bei fast 24.500 Punkten liegt.
Dabei ruhen die Augen weiter auf dem Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump will einen bereits geplanten Angriff auf Iran wieder abgesagt haben. Das sorgt für Entspannung auch an den Ölmärkten, zumal die USA Sanktionen gegen russisches Öl weiter gelockert haben. Ein zweischneidiges Schwert, stärkt dieser Schritt doch auch die russische Wirtschaft, wie Kritiker anmerken.
Heute tritt die E-Autoförderung des Bundes in Kraft, mit der der Kauf von batteriebetriebenen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden mit bis zu 6000 Euro subventioniert wird. Autoaktien profitieren davon nicht. Gefragt sind dagegen die Papiere des Softewarehauses SAP und des Online-Marktplatzes Scout24.
An der Wall Street hatten am Montag steigende Renditen bei US-Staatsanleihen und höhere Ölpreise erneut Sorgen vor einer hartnäckigen Inflation und anziehenden Zinsen geschürt. Der Technologie-Index Nasdaq verlor im Verlauf rund ein Prozent auf bis zu 25.905 Punkte, belastet von schwachen Chip-Werten. Der breiter gefasste S&P 500 gab rund ein halbes Prozent nach. Dagegen zeigte sich der Dow Jones weitgehend stabil.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen – ein Richtwert für die globalen Kreditkosten – kletterte zeitweise auf 4,630 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2025.
Der Facebook-Mutterkonzern Meta plant einem internen Schreiben zufolge den Abbau von zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft und einen weitreichenden Umbau mit Fokus auf Künstliche Intelligenz (KI). Die Kündigungen sollen am Mittwoch ausgesprochen werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Insgesamt seien von den Entlassungen und Versetzungen etwa 20 Prozent der Belegschaft betroffen, hieß es in dem Dokument weiter. Zusätzlich zu den Kündigungen habe der Konzern 6.000 offene Stellen gestrichen. Ende März beschäftigte das Social-Media-Unternehmen den eigenen Unterlagen zufolge knapp 78.000 Menschen. Die Umstrukturierung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung, mit der Meta KI-Anwendungen stärker in den Mittelpunkt rücken will.

