In China wird ein Großteil der weltweit verkauften Feuerwerkskörper produziert. Nun ist es in einer Feuerwerksfabrik zu einer schweren Explosion gekommen. Mindestens 26 Menschen wurden in der Stadt Liuyang getötet.
Bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik in Zentralchina sind mindestens 26 Menschen getötet worden. 61 wurden verletzt, teilten die Behörden mit. Das Unglück ereignete sich demnach am Montagnachmittag in der Stadt Liuyang in der Provinz Hunan. Ein Verantwortlicher der Firma wurde festgenommen. Die Explosionsursache ist unklar.
Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge waren knapp 500 Rettungskräfte im Einsatz. Die Behörden evakuierten Anwohner, weil sich in der Nähe des Unglücksortes zwei Lager mit Schwarzpulver befanden. In Liuyang haben besonders viele Feuerwerksproduzenten ihre Fabriken.
Rettungskräfte bei ihrem Einsatz am frühen Morgen nach der Explosion
Der chinesische Präsident Xi Jinping forderte “umfassende Anstrengungen”, um Vermisste und Verletzte zu retten und eine schnelle Aufklärung. Verantwortliche sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Xi ordnete außerdem verstärkte Sicherheitskontrollen in wichtigen Industriezweigen an.
Zentrum der Feuerwerksproduktion in China
Liuyang ist das Zentrum der Feuerwerksproduktion in China und stellt rund 60 Prozent der im Inland verkauften Feuerwerkskörper und 70 Prozent der exportierten Feuerwerkskörper her. China exportierte im vergangenen Jahr Feuerwerkskörper im Wert von 1,14 Milliarden Dollar, was mehr als zwei Dritteln des weltweiten Absatzes entspricht.
Industrieunfälle sind in China aufgrund unzureichender Sicherheitsstandards häufig. Im vergangenen Jahr waren bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik neun Menschen ums Leben gekommen. Im Februar kamen bei Explosionen in Feuerwerksläden in den Provinzen Hubei und Jiangsu zwölf beziehungsweise acht Menschen ums Leben.
