Seit Freitag läuft das Straßenfest zum CSD in Köln. Höhepunkt ist die große Demonstration am Sonntag. Zehntausende Demonstrierende ziehen von der Deutzer Brücke aus durch die Innenstadt.
Die Veranstalter erwarten am Wochenende rund eine Million Besucherinnen und Besucher beim Christopher Street Day. Heute steht das Highlight auf dem Programm: Seit 11 Uhr ist die Parade zum Christopher Street Day in vollem Gange. Am Wegesrand schauen Tausende Besucher den bunten Demonstrationen zu. Den Livestream gibt es ab 13 Uhr hier zu sehen.
Viele Politiker laufen ganz vorne in der Parade mit, unter anderem Thorsten Burmester, OB der Stadt Köln, Claudia Roth, Karl Lauterbach, NRW-Innenminister Herbert Reul und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubauer.
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Die besten Bilder vom CSD 2026 in Köln
Demo für Diversität beim CSD in Köln
Burmester sagte zum Start der Parade: „Mein Dank gilt allen, die sich nur nur heute, sondern das ganze Jahr ehrenamtlich für den CSD in Köln einsetzen. Happy Pride!“ Von den Veranstaltern ColognePride heißt es: „Wie sind heute hier, weil wir für Diversität stehen, in der Sache gleich sind und dafür demonstrieren.“
“Mein Dank gilt allen, die sich nicht nur heute, sondern das ganze Jahr ehrenamtlich für den CSD in Köln einsetzen. Happy Pride!”, sagt Kölns Oberbürgermeister im Rahmen der Veranstaltung.
Seit 22 Jahren engagiert sich Uwe Weiler im Verein ColognePride, der jedes Jahr die große Demonstration, das zweiwöchige Programm davor und das Straßenfest organisiert. Seit 2019 ist er Geschäftsführer.
“Wenn ich mir heute angucke, was in Deutschland so politisch los ist, dann mache ich den Job nochmal um ein Vielfaches lieber,” so Uwe Weiler.
Denn nicht nur in diesem Job, auch privat, möchte ich, dass jeder Mensch frei leben und sich frei entfalten kann.
Uwe Weiler, Geschäftsführer ColognePride
Uwe Weiler organisiert seit Jahrzehnten den CSD in Köln mit
Häufig bekommt er zu hören, queere Menschen würden nicht-queeren Menschen etwas wegnehmen, zum Beispiel im Bezug zur Ehe für Alle. “Das ist allerdings völliger Unsinn. Das muss einfach in die Köpfe der Menschen”, wünscht sich Weiler.
Drag Queens sorgen für Aufsehen
Ein besonderer Hingucker in jedem Jahr sind die Drag Queens auf der Demonstration am Sonntag. In diesem Jahr ist auch die Kölner Drag Queen “The Only Naomy” dabei: “Drag Queens und Trans-Personen waren schon immer so ein bisschen die treibende Kraft der Paraden. Ich hab oft das Gefühl, Drag Queens werden einfach nur als medialer Aufhänger gesehen, aber dahinter steckt viel mehr als schillernde Outfits.”
Drag Queen “The Only Naomy” in einem außergewöhnlichen Kleid im Stile des Kölner Doms.
Für sie sind Drag Queens vor allem Repräsentanten der queeren Community: “Wir sind das Sprachrohr, weil wir Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Damit geht auch eine große Verantwortung einher, diese Aufmerksamkeit zu nutzen, um über die Anliegen der queeren Community zu sprechen. Viele von uns sind aktivistisch unterwegs. Wir sind nicht nur schön anzusehen.”
Große Sicherheitsvorkehrungen
Um für die Sicherheit einer solchen Großveranstaltung zu sorgen, werden die Konzepte regelmäßig überarbeitet. Seit mehr als 20 Jahren kümmert sich Martin Hommel um die Sicherheit: “Die Herausforderungen werden größer von Jahr zu Jahr. Nicht nur die Herausforderung an die Infrastruktur etc., sondern auch die Herausforderungen an potenzielle Störungen. Die werden immer vielfältiger.”
Um sich darauf vorzubereiten, arbeitet er regelmäßig mit einem Fachverband für Veranstaltungssicherheit zusammen. Ein Wetter-Beobachter sorgt zusätzlich dafür, rechtzeitig vor möglichen Starkwetterlagen zu warnen. Auch für diese Fälle gibt es Sicherheitskonzepte.
Unsere Quellen:
- ColognePride
- Gespräch mit Drag Queen The Only Naomy
Sendung: WDR.de, CSD Straßenfest in Köln beginnt, 03.07.2026, 5 Uhr