Die Pulitzer-Preise gelten als weltweit wichtigste Auszeichnung im Journalismus. In diesem Jahr wurden sie vor allem für die Berichterstattung zur US-Regierung unter Trump verliehen – etwa zur Einwanderungspolitik.
Bei der diesjährigen Verleihung der renommierten Pulitzer-Preise ist besonders Berichterstattung über die US-Regierung von Präsident Donald Trump gewürdigt worden. Der Preis in der Kategorie “Dienst an der Öffentlichkeit” ging an die US-Zeitung Washington Post für ihre Berichterstattung über Trumps Bemühungen, die Bundesbehörden umzugestalten.
Weitere Preise gab es für Berichterstattung über das rigorose Vorgehen der US-Regierung in der Einwanderungspolitik und Bereicherungen in Trumps Umfeld.
Die Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller prangerte den zunehmenden Druck auf Journalisten in den USA an. “Wir stehen für zivilen Diskurs und gegen Zensur”, sagte sie. “Leider muss das heute wiederholt werden, in einer Zeit, in der der Zugang von Medien zum Weißen Haus und zum Pentagon eingeschränkt wird, die Meinungsfreiheit auf den Straßen in Frage gestellt wird und der US-Präsident Klagen in Milliardenhöhe wegen Verleumdung und Böswilligkeit gegen zahlreiche Print- und Rundfunkmedien eingereicht hat.”
Sonderpreis für Berichte über Jeffrey Epstein
Preise gab es auch für Berichte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, die verheerende Flut im US-Bundesstaat Texas sowie die Zerstörung im Gazastreifen. Einen Sonderpreis erhielt die Journalistin Julie K. Brown vom Miami Herald für ihre Recherchen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den Missbrauch junger Frauen.
Die Pulitzer-Preise gelten als wichtigste Journalismus-Auszeichnung der Welt. Sie werden auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben.

