“Skynest”: Air New Zealand führt Etagenbetten für Economy-Gäste ein

“Skynest”: Air New Zealand führt Etagenbetten für Economy-Gäste ein

Stand: 22.04.2026 • 14:21 Uhr

Schlafen über den Wolken: Die neuseeländische Fluggesellschaft Air New Zealand plant Liege-Kojen für Economy-Passagiere. Das “Skynest” soll Langstreckenflüge angenehmer machen – doch die Schlafzeit ist begrenzt.

Schlafen auf einem Langstreckenflug – viele Reisende verbinden das wohl eher mit einer Herausforderung, als mit Erholung. Letztere war bislang nur den Business- und First-Class-Passagieren vergönnt. Die Fluggesellschaft Air New Zealand will das jetzt ändern und bequeme Schlafgelegenheiten auch in der Economy anbieten.

Dafür bringt sie Liege-Kojen für Langstreckenflüge an den Start. Das sogenannte “Skynest”-Konzept gilt als weltweit einzigartig und soll das Reisen auf extrem langen Strecken deutlich angenehmer machen.

Ab dem 18. Mai 2026 können Passagiere die Schlafplätze für ausgewählte Langstreckenflüge buchen, eingesetzt werden sie ab November. Geplant sind sechs übereinander angeordnete Schlafkabinen, die zwischen Economy und Premium Economy in einer Boeing 787-9 Dreamliner eingebaut sind.

Die Kojen verfügen über Matratzen in voller Länge, frische Bettwäsche, Vorhänge für Privatsphäre sowie gedämpftes Licht, Belüftung und Ladeanschlüsse. Auch gibt es ein Kit mit Schlafmaske und Ohrstöpseln. Gleichzeitig gelten Regeln: Essen und Krümeln sind nicht erlaubt, ebenso die gemeinsame Nutzung durch mehrere Personen.

Innenraum einer Boeing 787-9 Dreamliner mit Etagenbetten. Photo: Air New Zealand.

“Skynest” nur für einige Stunden buchbar

Passagiere benötigen weiterhin einen regulären Sitzplatz, können aber zusätzlich eine vierstündige Schlafphase in einer der Kojen buchen. Diese Zeitfenster seien bewusst an natürliche Schlafzyklen angepasst, damit sich Reisende ausruhen könnten, ohne abrupt geweckt zu werden, betonte die Airline. Buchbar ist das “Skynest” zunächst für die Strecke Auckland-New York – mit rund 17 Stunden Flugzeit eine der längsten Flugverbindungen der Welt.

Die Airline betonte, dass das System über Jahre entwickelt und mit mehr als 200 Testpersonen erprobt worden sei. Firmenchef Nikhil Ravishankar verweist dabei auf die besondere Lage Neuseelands: Für ein abgelegenes Land sei die Qualität der Reise entscheidend. Mehr Komfort könne dazu beitragen, dass Reisende lange Flugzeiten eher akzeptieren.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *