Laut Statistischem Bundesamt ist der Anteil der Fahrradfahrer an den Verkehrstoten im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Vor allem ältere Menschen auf E-Bikes sind demnach gefährdet.
Der Anteil der Fahrradfahrer an den Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 16,4 Prozent der im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Personen waren mit dem Fahrrad unterwegs, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 20,6 Prozent im Vergleich zu 2015.
Vor allem ältere E-Bike-Fahrer gefährdet
Der Anstieg ist der Statistik zufolge vor allem auf eine zunehmende Zahl von E-Bike-Nutzern zurückzuführen. Besonders gefährdet sind demnach ältere Menschen: 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Radfahrer waren 65 Jahre oder älter. Unter den getöteten E-Bike-Fahrern lag der Anteil der über 65-Jährigen sogar bei 67,3 Prozent.
Die Zahl der getötete Fahrradfahrer, die ohne Hilfsmotor unterwegs waren, ist hingegen leicht von 250 auf 245 gesunken.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 95.794 Fahrradunfälle mit Personenschaden. Bei zwei von drei Unfällen war ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt – in knapp 70 Prozent der Fälle war das ein Autofahrer. Letzter hatte dann meist auch Schuld am Unfall: Nur in jedem vierten Fall trug die Hauptschuld der Fahrradfahrer.

