Trump verkündet Verlängerung der Libanon-Waffenruhe

Trump verkündet Verlängerung der Libanon-Waffenruhe

Stand: 24.04.2026 • 00:56 Uhr

Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel erneut eskaliert. Die aktuelle – brüchige – Waffenruhe soll laut US-Präsident Trump aber nun um drei Wochen verlängert werden.

Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert werden. Das gab Trump auf seiner Plattform Truth Social bekannt. Er hatte zuvor Vertreter Israels und Libanons zu Gesprächen in Washington empfangen. Die aktuelle zehntägige Waffenruhe wäre ohne eine Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen.

Die pro-iranische Hisbollah äußerte sich bislang nicht zur Ankündigung des US-Präsidenten. Ungeachtet der Gespräche in Washington hatte die Terrororganisation erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert.

Treffen mit Netanjahu und Aoun angekündigt

Trump kündigte vor Journalisten zudem ein Treffen zwischen ihm, dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun “in den kommenden Wochen” an. Er sehe zudem eine “sehr gute Chance” für ein Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern noch in diesem Jahr, betonte er. “Ich denke, das sollte ein Leichtes sein”, sagte er.

Das Treffen im Weißen Haus bezeichnete Trump als historisch. Seinen Angaben zufolge hatten neben Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio auch die US-Botschafter in Israel und im Libanon sowie ranghohe Vertreter Israels und des Libanons teilgenommen.

Libanon will Hisbollah-Einfluss eindämmen

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Washington direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon gegeben: Deren Botschafter in den USA kamen im US-Außenministerium zu Gesprächen zusammen – das erste Treffen dieser Art seit Jahrzehnten. Der Libanon will den Einfluss der Hisbollah im Land eindämmen, er ist auch keine aktive Konfliktpartei im Krieg der Miliz mit Israel. Libanons Regierung hat den Druck auf die Hisbollah daher erhöht.

Israel strebt nach Worten Netanjahus ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an sowie eine Entwaffnung der Hisbollah. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Landes erreichen. Die Hisbollah weigert sich bisher aber die Waffen abzugeben – und Israels Truppen sind seit anderthalb Jahren im südlichen Libanon stationiert, bisher ohne Aussicht auf einen raschen Abzug. Ein umfassendes Friedensabkommen ist deshalb fraglich.

Zusammenhang mit dem Iran-Krieg

Der Krieg im Libanon hängt eng mit dem Iran-Krieg zusammen, weil Iran der wichtigste Unterstützer der Hisbollah ist und diese auch im Interesse von Teheran handelt. Anfang März feuerte die Hisbollah, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze. Mehr als 2.000 Menschen wurden bei den Angriffen getötet und etwa 1,2 Millionen vertrieben.

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