Durch eine erneute ukrainische Drohnenattacke in der Hafenstadt Tuapse wurde nach russischen Angaben ein Brand in einem Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte gab es nicht. Der wirtschaftliche Schaden ist jedoch enorm.
Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Mehrere hundert Feuerwehr- und Hilfskräfte sind im Einsatz, um den Brand zu löschen und ausgelaufene Ölprodukte zu sichern.
Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos.
Schon die vorangehenden Angriffe hatten schwere Schäden verursacht. Die meisten Reservoirs sind inzwischen ausgebrannt, auch die Infrastruktur zum Umschlag des Öls auf Schiffe ist beschädigt.
Milliardenschaden für russische Ölindustrie
Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt – “durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen”, wie Selenskyj bei Telegram aufzählte.
Nach Angaben des Medienunternehmens Bloomberg haben die Angriffe einen deutlichen Rückgang der russischen Ölproduktion verursacht. Demnach werden noch etwa 4,7 Millionen Barrel pro Tag verarbeitet, das wäre der niedrigste Stand seit dem Jahr 2009.
Mit Informationen von Björn Blaschke, ARD Studio Moskau, z.Zt. in Köln

