Ukrainische Drohnen treffen Industrieanlagen und Wohnhaus in Russland

Ukrainische Drohnen treffen Industrieanlagen und Wohnhaus in Russland

Stand: 14.06.2026 • 17:27 Uhr

Erneut hat die Ukraine Russlands Kriegswirtschaft mit Drohnenangriffen empfindliche Schläge versetzt. Getroffen wurden ein Chemiebetrieb und ein Treibstoffdepot. Eine Drohne schlug aber auch in einem Wohnhaus ein.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Russland haben Brände in mehreren Industrieanlagen ausgelöst. Beim Einschlag einer Drohne in Orjol wurde nach Angaben des örtlichen Gouverneurs eine Person in einem Hochhaus getötet. Mindestens acht Menschen wurden demnach verletzt.

Der Gouverneur der Region Tula teilte mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. Im Chemiewerk Asot werden vor allem Dünger, aber auch Bestandteile für die Produktion von Munition in Rüstungsbetrieben hergestellt.

Russische Staatsreserve getroffen

Im Gebiet Jaroslawl sprach der Gouverneur von einem Angriff auf Kraftstofflager, der einen Brand ausgelöst habe. Der ukrainische Geheimdienst SBU erklärte, dass mehrere Drohnen in das als Staatsreserve genutzte Lager in Rybinsk eingeschlagen seien. Die dort gelagerten Kraftstoffe würden auch für die Versorgung der russischen Armee genutzt – und seien deshalb legitime Ziele.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lobte auf Telegram den Geheimdienst für die Treffer. Die Angriffe hätten in 28 Regionen Luftalarm ausgelöst, an sechs Flughäfen habe es Einschränkungen gegeben. Es handele sich um eine Antwort auf die Weigerung Russlands, den Krieg zu beenden, schrieb er. “Wir haben der russischen Führung alle möglichen Formate für Verhandlungen angeboten, und die Antwort waren nur eine Fortsetzung der Aggression und Versuche, sie auszuweiten.” Nun kehre der Krieg “dorthin zurück, woher er gekommen ist”.

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