UN-Bericht: Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine

UN-Bericht: Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine

Stand: 13.06.2026 • 03:48 Uhr

Im Mai sind laut den Vereinten Nationen so viele Zivilisten in der Ukraine getötet worden wie seit vier Jahren nicht mehr. Russland hatte Tausende Drohnen und Raketen auf ukrainische Städte fernab der Front abgefeuert.

Die Vereinten Nationen haben im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte.

Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren. Auf Angriffe mit weit fliegenden Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro.

Mindestens 16.000 tote Zivilisten seit Kriegsbeginn

Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen, die etwa ein Viertel der Toten ausmachen. Auch durch Artillerie wurden dort viele Zivilisten getötet.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 mehr als 16.000 Zivilisten getötet und mehr als 46.000 verletzt. Aufgrund des fehlenden Zugangs zu den von Russland eroberten Gebieten sind in den UN-Statistiken nicht alle Opfer erfasst.

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