Vier Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja und Slowjansk

Vier Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja und Slowjansk

Stand: 17.06.2026 • 08:34 Uhr

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der vergangenen Nacht mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Besonders schwer wurde auch Saporischschja im Südosten des Landes getroffen.

Bei russischen Luftangriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine hat es in der Nacht nach Angaben der Behörden mindestens ein Todesopfer und sieben Verletzte gegeben. Wie die Nachrichtenseite The Kyiv Independent berichtete, galt wegen russischer Drohnen auch am Morgen eine Warnung vor weiteren Einschlägen.

Nach Informationen von Militärgouverneur Iwan Fedorow ist vor allem zivile Infrastruktur beschädigt worden und ein mehrstöckiger Wohnblock in Brand geraten. Laut Polizei wurde ein Mann getötet, als eine von Dutzenden russischen Drohnen sein Auto getroffen habe.

Schwerpunkt der Luftangriffe war demnach ein Wohngebiet, auch die örtliche Universität und ein Einkaufszentrum sollen beschädigt worden sein. Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.

Drei Tote bei Angriffen auf Slowjansk

Saporischschja ist vor allem für sein riesiges Atomkraftwerk bekannt, das russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 eroberten. Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von rund 6.000 Megawatt größte AKW Europas wurde bei der jüngsten Attacke anscheinend nicht getroffen.

Insgesamt kamen bei russischen Angriffen in der vergangenen Nacht laut offiziellen Angaben vier Menschen ums Leben. In der Stadt Slowjansk in der Region Donezk starben der Staatsanwaltschaft zufolge drei Menschen, fünf weitere wurden verletzt. Slowjansk gehört zum schwer befestigten ukrainischen “Festungsgürtel”, der als Schlüssel zur Eindämmung der langsam vorrückenden russischen Offensive in der Region gilt.

Luftangriffe auf Ukraine werden intensiver

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen Russlands Angriffskrieg. Russische Raketen verursachen nach wie vor große Schäden. Zudem nahm die Intensität der Angriffe und die Zerstörungskraft der von Russland eingesetzten Waffentypen in den vergangenen Wochen und Monaten nochmals zu.

Der Mai war nach Angaben der Vereinten Nationen mit 274 Todesopfern und fast 1.800 Verletzten der verheerendste Kriegsmonat seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022.

Der Ukraine-Krieg war auch Thema beim Gipfel der G7-Staaten im französischen Èvian. In dem Kurort am Genfer See vereinbarten die Staats- und Regierungschefs eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland.

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