Vor Trumps China-Besuch: Iranischer Außenminister in Peking

Vor Trumps China-Besuch: Iranischer Außenminister in Peking

Stand: 06.05.2026 • 09:19 Uhr

Irans Außenminister Araghtschi ist zu Gesprächen nach China gereist – kommende Woche wird Trump dort erwartet. Bei beiden Besuchen wird der Krieg gegen Iran und die Straße von Hormus Thema sein.

Benjamin Eyssel

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist am Morgen zu Gesprächen in Peking eingetroffen. Dort hat er sich zunächst mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi getroffen. Hauptthema der Gespräche dürften der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen Iran und dessen Folgen sein.

Die Regierung in Peking und die Führung in Teheran sind enge politische und wirtschaftliche Partner. China ist der wichtigste Handelspartner Irans und hat zuletzt das meiste iranische Öl gekauft. Chinas Führung hat wiederholt das Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen Iran kritisiert.

Rubio: Iran soll Straße von Hormus freigeben

US-Außenminister Marco Rubio hat die kommunistische Regierung in Peking gestern aufgefordert, bei den Gesprächen Druck auf den Iran auszuüben, damit das Land die Straße von Hormus wieder freigibt für den internationalen Schiffsverkehr. Dies sei in Chinas Interesse, so Rubio. Die Straße von Hormus ist auch für Chinas exportorientierte Wirtschaft eine wichtige Handelsroute.

Das Thema Iran werde auch kommende Woche hoch auf der Agenda stehen, so US-Finanzminister Scott Bessent am Montag – bei dem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Letzter Besuch eines US-Präsidenten war 2017

Trump wird kommende Woche Donnerstag in Peking erwartet. Einen für März geplanten Besuch hatte Trump wegen des Iran-Kriegs abgesagt. Die chinesische Seite hat den Besuch bisher nicht bestätigt. Es wäre der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast neun Jahren – zuletzt war Trump während seiner ersten Amtszeit 2017 in China.

Die Beziehungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt haben sich seitdem deutlich verschlechtert. Streitpunkte reichen von Handels- über Sicherheitsfragen bis hin zur demokratisch regierten Insel Taiwan, die Chinas Führung für sich beansprucht.

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