Wegen Investitionen in KI: Meta will fast jeden zehnten Job Streichen

Wegen Investitionen in KI: Meta will fast jeden zehnten Job Streichen

Stand: 24.04.2026 • 04:53 Uhr

Meta steckt derzeit Milliarden in die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz. Um diese Investitionen auszugleichen, hat der Konzern die Streichung von rund zehn Prozent aller Stellen angekündigt.

Der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta plant einen weitreichenden Stellenabbau. Am 20. Mai sollen rund zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden, teilte Meta den Mitarbeitern in einer internen E-Mail mit. Außerdem sollen etwa 6.000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden. Begründet wurde der Schritt mit dem Ziel, “das Unternehmen effizienter zu führen und Investitionen auszugleichen”. Meta investiert derzeit massiv in Künstliche Intelligenz (KI).

Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79.000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen nahezu 8.000 Menschen treffen. Ende 2022 hatte Meta bereits 11.000 Stellen abgebaut, gefolgt von 10.000 weiteren Stellen im März 2023. Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 kamen dann wieder mehr als 11.000 Beschäftigte hinzu. Eingestellt werden vor allem KI-Fachleute, die Meta zum Teil von anderen Firmen mit hohen Gehältern abwirbt. Der Konzern will im Rennen um die leistungsfähigsten KI-Anwendungen mitzuhalten.

Milliardeninvestitionen in KI

In der unter anderem vom Finanzdienst Bloomberg veröffentlichten E-Mail räumte Personalchefin Janelle Gale ein, dass den Mitarbeitern nun vier Wochen Ungewissheit bevorstünden. Allerdings habe man sich nach Leaks entschieden, die noch unfertigen Pläne schon jetzt in Grundzügen bekanntzugeben.

Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte bereits im Januar mögliche Einsparungen durch KI angedeutet. “Projekte, für die früher große Teams nötig waren, werden heute von einer einzigen sehr talentierten Person erledigt”, sagte er. Gleichzeitig investiert der Konzern weiterhin gigantische Summen in die Entwicklung und Nutzung von KI: In diesem Jahr rechnet Meta mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.

Mit Informationen von Nils Dampz, ARD-Studio Los Angeles

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