In der Straße von Hormus sind erneut zwei Schiffe beschossen worden. Eines wurde laut britischer Seehandelsaufsicht bei dem Angriff der iranischen Revolutionsgarde schwer beschädigt. Über den zweiten Vorfall bislang wenig bekannt.
In der Straße von Hormus sind britischen Angaben zufolge zwei Schiffe beschossen und beschädigt worden. Demnach ist zunächst ein Containerschiff vor der Küste Omans unter Beschuss geraten und schwer beschädigt worden. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech handelt es sich um ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff, “dem die Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt worden war”.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) erklärte in einer Mitteilung unter Berufung auf den Kapitän des Frachters, ein Boot der iranischen Revolutionsgarde habe sich dem Schiff genähert. Schließlich habe die Besatzung des iranischen Boots ohne Funkwarnung das Feuer eröffnet und dabei die Brücke schwer beschädigt.
Zu dem Vorfall kam es laut UKMTO 15 Seemeilen nordöstlich vom Oman. Alle Besatzungsmitglieder sind demnach in Sicherheit. Das iranische Nachrichtenportal Nur-News, das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte einen Vorfall. Ein Containerschiff, das Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert hatte, sei beschossen worden und habe erheblichen Schaden erlitten, hieß es.
Zweiter Vorfall kurz danach
Bereits kurz darauf meldete UKMTO einen weiteren Vorfall. Ein aus einem iranischen Hafen auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich Irans beschossen und liegt seitdem gestoppt im Wasser. Wer geschossen habe, ist bislang nicht bekannt. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen bislang nicht vor.
Die britische Marine sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Straße von Hormus bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hieß es. In der Straße von Hormus kommt es seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran immer wieder zu entsprechenden Vorfällen.
Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die USA haben wiederum eine Blockade iranischer Häfen verhängt. Die Lage in der Straße von Hormus ist auch nach der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe unverändert.

