Hinrichtungen auf Bundesebene: USA erlauben künftig Erschießungen

Hinrichtungen auf Bundesebene: USA erlauben künftig Erschießungen

Stand: 24.04.2026 • 21:04 Uhr

Wer in den USA auf Bundesebene zum Tod verurteilt ist, kann künftig auch vor ein Erschießungskommando kommen. Das kündigte Justizminister Blanche an. Zudem sollen Todesstrafen schneller vollstreckt werden.

In den USA soll die Todesstrafe ausgeweitet werden. Auf Bundesebene verurteilte Straftäter sollen künftig auch erschossen werden dürfen. Das geht aus einem Regierungsbericht des Justizministeriums hervor.

Darin argumentiert das Ministerium, dass so auch dann Exekutionen möglich seien, selbst “wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist”. Gemeint sein dürfte damit die Substanz, die bei Giftspritzen genutzt wird.

Zu den angekündigten Maßnahmen gehöre zudem die Wiedereinführung der Verfahrensregeln für die Giftspritze aus der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump, teilte das Ministerium mit. Sie sollen das Verfahren zur Todesstrafe beschleunigen.

Trump beendete Moratorium für Todesstrafe auf Bundesebene

Blanche genehmigte dem Bericht zufolge zudem die Todesstrafe gegen neun Personen. Zuvor hatte das Ministerium ein unter Trumps Vorgänger Joe Biden verhängtes Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene aufgehoben.

Die Hinrichtung per Erschießungskommando ist dem Bericht nach bereits in fünf US-Bundesstaaten erlaubt: in Idaho, Mississippi, Oklahoma, South Carolina und Utah.

Die Todesstrafe ist in den USA in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, in mehreren Bundesstaaten wird sie allerdings de facto nicht mehr vollstreckt. Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 Hinrichtungen auf Bundesebene nach einer fast 20-jährigen Pause wieder aufnehmen lassen.

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