Die in Tschechien festgenommene Rechtsextremistin Liebich will nicht nach Deutschland ausgeliefert werden. Sie lehnt das nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle ab. Nun muss ein tschechisches Gericht darüber entscheiden.
Die in Tschechien festgenommene Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich will nicht nach Deutschland ausgeliefert werden. Sie lehnt das nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle ab. Ein Sprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass nun ein tschechisches Gericht darüber entscheiden müsse. Dieses Verfahren kann sich demnach bis zu drei Monate hinziehen.
Liebich trat Haftstrafe nicht an und floh
Liebich war nach ihrer Flucht im August Anfang April im tschechischen Schönbach bei Asch nahe der deutschen Grenze gefasst worden. Sie hatte noch versucht, mit einem E-Roller zu fliehen.
Die Rechtsextreministin hatte in Chemmitz eine Haftstrafe über 18 Monate wegen Volksverhetzung nicht angetreten und war untergetaucht. Aktuell sitzt Liebich im tschechischen Pilsen in Auslieferungshaft.
Ein Rechtsextremist, hunderte Ermittlungsverfahren, kaum Urteile. Betroffene verzweifeln. Der ARD-Podcast “Extrem rechts” fragt: Kann es sein, dass der Rechtsstaat bei Extremisten wie Marla-Svenja Liebich an seine Grenzen stößt?
MDR (Marc Weyrich, Michael Rosebrock, Norma Düsekow)

