Ravensburger steigt beim Plüschtierhersteller Steiff ein. Gemeinsam solle die weltweite Expansion vorangetrieben werden – und zwei der bekanntesten deutschen Spielwarenhersteller sind künftig eng verflochten.
Der Spielwarenhersteller Ravensburger hat die Mehrheitsbeteiligung am Plüschtierhersteller Steiff erworben. Steiff werde weiterhin eigenständig am bisherigen Firmensitz im baden-württembergischen Giengen an der Brenz geführt, teilten die Unternehmen mit.
Verkäufer ist demnach die Steiff Beteiligungsgesellschaft, die von den Erben der Firmengründerin Margarete Steiff gehalten wird. Mit der Partnerschaft von Ravensburger stelle die Familie die Weichen für eine langfristige Perspektive des Unternehmens.
Die Verbindung beider Unternehmen stärke die Ravensburger Gruppe und erweitere ihre strategischen Perspektiven, so die Unternehmen. Gemeinsam solle auch die weltweite Expansion vorangetrieben werden. Eine Genehmigung des Kartellamts steht noch aus.
Stillschweigen zum Kaufpreis
Ravensburger ist vor allem für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt. Klassiker sind beispielsweise “Memory”, “Das verrückte Labyrinth” und “Scotland Yard”. Steiff gilt als Erfinder des Teddybären und fertigt seit mehr als 140 Jahren Plüschtiere an – erkennbar am markanten Knopf im Ohr.
In welcher Höhe sich Ravensburger genau beteiligt, blieb offen. Der Familienanteil werde wesentlich bleiben, hieß es. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Ravensburger erwirtschaftete 2025 mit knapp 2.600 Mitarbeitern einen Umsatz von 742 Millionen Euro. Werke bestehen am Stammsitz sowie in Tschechien. Steiff beschäftigt nach eigenen Angaben rund 800 Mitarbeiter, darunter rund 200 in Giengen und weitere in der Fertigung in Tunesien, in den USA und China. Umsatzzahlen veröffentlicht Steiff nach eigenen Angaben nicht.

