Rotes Kreuz ruft jüngere Menschen zur Blutspende auf

Rotes Kreuz ruft jüngere Menschen zur Blutspende auf

Stand: 14.06.2026 • 11:31 Uhr

Auch wenn ihre Zahl zuletzt wieder leicht stieg, spenden viel weniger Menschen Blut als noch vor 15 Jahren. Zum Weltblutspendetag appelliert das Rote Kreuz, sich wieder stärker zu beteiligen. Insbesondere Jüngere sind gefragt.

Zum Weltblutspendetag am heutigen Sonntag appelliert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an die Bundesbürger, in der beginnenden Sommer- und Ferienzeit zur Blutspende zu gehen. Gerade in den Sommermonaten drohten Engpässe bei der Versorgung mit Blutpräparaten, weil hohe Temperaturen, Ferienbeginn und Reisezeit dafür sorgten, dass weniger Menschen Blut spendeten, teilte das DRK mit. Auch die Zeit der Grippewelle im Winter sei eine Herausforderung.

Insbesondere jüngere Spenderinnen und Spender sind gefragt. Besonders die Generation der Babyboomer sei bislang sehr stark vertreten gewesen und viele hätten häufig gespendet.

Viele Ältere fallen wegen Erkrankungen aus

Prinzipiell gibt es mittlerweile – anders als früher – keine Altersobergrenze für die Blutspende mehr. Wegen individueller Vorerkrankungen schieden viele ältere Menschen jedoch trotzdem nach und nach aus dem Pool der Spender aus, erklärte ein DRK-Sprecher. “Wenn wir es schaffen, den Kader zu erweitern, können wir den Ausfall besser abfedern.“

Die Blutspende kann auch den Spenderinnen und Spendern selbst nutzen: Vor jeder Spende werden Blutdruck, Körpertemperatur und die Zahl der roten Blutkörperchen kontrolliert – nur gesunde Menschen dürfen spenden. Zudem werde das Blut der Spender bei jeder Spende sorgfältig untersucht – ein kostenloser Gesundheitscheck inklusive Leber- und Nierenwerten.

Zahl der Spender über die Jahre deutlich gesunken

Während der Spende wird dem Körper etwa ein halber Liter Blut entnommen – eine Menge, die er rasch wieder ausgleichen kann.

An jedem Werktag werden durchschnittlich 15.000 Blutspenden gebraucht. 3,18 Millionen Bundesbürger spendeten 2025 beim Roten Kreuz Blut, ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2011 waren es allerdings noch knapp fünf Millionen.

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