Russland zeigt bei diesjähriger Siegesparade keine Militärtechnik

Russland zeigt bei diesjähriger Siegesparade keine Militärtechnik

Stand: 29.04.2026 • 15:12 Uhr

Jedes Jahr am 9. Mai feiert Russland seinen Sieg über Nazi-Deutschland mit einer großen Militärparade in Moskau. Panzer und Raketen werden diesmal nicht zu sehen sein – offenbar aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen.

Russland will in diesem Jahr bei der traditionellen Siegesparade am 9. Mai auf das Präsentieren von Militärtechnik verzichten. Die Vorführung entfalle wegen der “operativen Lage”, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit, wo die Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland stattfinden.

“Vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohung werden natürlich Maßnahmen zur Minimierung der Gefahr getroffen”, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Verzicht. Stattdessen solle während der Fernsehübertragung der Parade der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt werden. Es bleibe beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz.

Bei der Abwehr des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs hat die ukrainische Armee in den vergangenen Monaten ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland ausgeweitet. Bereits im vergangenen Jahr war eine Marineparade in St. Petersburg nach mehreren ukrainischen Drohnenangriffen abgesagt worden.

Aufmarsch vor den Augen Putins auf dem Roten Platz

Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über das Dritte Reich im Zweiten Weltkrieg 1945. Die Militärparade vor Präsident Wladimir Putin auf dem Roten Platz diente in den vergangenen Jahren auch dazu, mit Interkontinentalraketen und modernen Panzern die Macht Russlands zu demonstrieren. Allerdings schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik auch in früheren Jahren. Zuletzt war 2007 keine Technik vorgeführt worden.

Eine weitere Gedenkaktion ist das sogenannte Unsterbliche Regiment, bei dem Russen und Russinnen Porträts von Verwandten tragen, die im Krieg getötet wurden. Die Aktion soll in diesem Jahr regional je nach Sicherheitslage als realer Marsch oder online stattfinden.

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