Vor dem G7-Gipfel im französischen Évian wollen am Nachmittag im nahen Genf Kapitalismuskritiker demonstrieren. Die Polizei rechnet mit bis zu 50.000 Teilnehmern. In Genf landen die Staats- und Regierungschefs und ihre Delegationen.
Genf wappnet sich. Mehr als 7.000 Polizisten und Soldaten sind im Einsatz. Zahlreiche Geschäfte, Banken und Hotels haben ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten verbarrikadiert. Die Sorge ist groß, dass es zu Ausschreitungen kommt, wie vor über 20 Jahren.
2003 fand im französischen Évian ein G8-Gipfel statt – damals noch mit Russland. Im nahegelegenen Genf in der Schweiz kam es zu schweren Krawallen, Läden wurden geplündert, es gab Schäden in Millionenhöhe. Ein Demonstrant wurde schwer verletzt.
Mehrere Gruppen rufen zu Protest auf
Die Demos jetzt werden von einer “No G7”-Koalition aus mehreren Dutzend Gruppen veranstaltet. Sie rufen zu friedlichem Protest auf.
Genf liegt rund 45 Kilometer südwestlich von Évian. Auf dem Schweizer Flughafen kommen auch die Staats- und Regierungschefs mit ihren Delegationen an.
In der Schweiz hatte es im Vorfeld für Unmut gesorgt, dass Frankreich sich nicht besser mit dem Nachbarn für Gipfelvorbereitungen abgesprochen hatte. Der Protest findet in Genf statt, weil Frankreich zum G7-Gipfel keine Demonstrationen erlauben wollte.
