Klinische Studie für Medikamente gegen seltene Ebola-Variante

Klinische Studie für Medikamente gegen seltene Ebola-Variante

Stand: 03.07.2026 • 20:17 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo beginnen erste klinische Tests gegen die seltene Ebola-Variante Bundibugyo. Zwei antivirale Therapien sollen auf ihre Wirksamkeit geprüft werden.

Karin Bensch

Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff und keine gezielte medikamentöse Therapie gegen die seltene Ebola-Variante, die gerade im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo grassiert.

Doch nun beginnen erste klinische Tests für Medikamente gegen die Ebola-Variante Bundibugyo. Es wird geprüft, ob zwei antivirale Therapien die Überlebenschancen von infizierten Patienten verbessern könnten und, ob eine Kombination der Wirkstoffe sinnvoll ist.

Rund 18 Millionen Dollar fehlen

“Auch ohne zugelassene Therapien genesen Menschen von dieser Krankheit”, sagte Tedros Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO. Mit sicheren und wirksamen Therapien könne man jedoch noch viel mehr Leben retten.

Die Studie wird vom Nationalen Biomedizinischen Institut in Kinshasa, dem Institut für Tropenmedizin in Belgien und der britischen Universität Oxford koordiniert. Die Gesundheitsagentur der Afrikanischen Union, Africa-CDC, rief Geldgeber dazu auf, die klinischen Tests zu unterstützen. Rund 18 Millionen Dollar seien noch dringend nötig.

Bessere Vorsorge für künftige Epidemien?

Der kongolesische Gesundheitsminister Roger Kamba betonte, die klinische Studie gebe Patienten, ihren Familien und den betroffenen Gemeinden Hoffnung. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, nicht nur während des aktuellen Ausbruchs Menschenleben zu retten, sondern auch die Vorsorge für künftige Epidemien zu stärken.

Bislang sind haben sich nach Angaben der WHO mehr als 1.400 Personen mit Ebola infiziert, fast 210 sind genesen, etwa 440 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten. Hoch ansteckend sind auch die Leichen Verstorbener, deshalb wird das Virus oft bei Begräbnissen übertragen.

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